Was Dr. Rimkus zu Gewichtszunahmen sagt
Gewichtszunahme kommt in Verbindung mit der natürlichen Hormon-Methode, wie sie Dr. Rimkus beschreibt, genauso oft zur Sprache wie bei anderen Anwendungen bioidentischer Hormone, so dass ich es für ein wichtiges Thema in unserer Couch-Runde halte und meinen direkt von Dr. Rimkus erlernten Wissensschatz mit dir teilen möchte. Besonders häufig stellen Neueinsteiger in die Welt der bioidentischen Hormone diese Frage, sowohl in meiner Facebook-Gruppe als auch in meiner Skool-Community.
Sexualhormone und Gewicht – wie hängt das zusammen?

Sexualhormone haben einen erheblichen Einfluss auf fast jeden Lebensbereich, somit auch auf Stoffwechsel und Gewicht:
Östrogene können zu Wassereinlagerungen führen (= Zunahme) und zur Beschleunigung des Stoffwechsels (= Abnehmen).
Außerdem wirken Östrogene auf die Stimmung: Bessere Laune kann auch wiederum bedeuten mehr Appetit zu haben.
Progesteron verstärkt den Stoffwechsel direkt (Verbrennung geht hoch) und indirekt über eine höhere Empfindlichkeit für Schilddrüsenhormone (schnellere Verbrennung lässt Gewicht sinken). Zudem wird, sofern genügend Progesteron
vorhanden ist, auch wieder ausreichend Cortisol gebildet.
Cortisol ist das körpereigene Stress- und Entzündungshormon, das bei einem Überschuss zu einer Diabetes-Neigung und Heißhunger-Attacken führen kann.
Testosteron wirkt sich auf Muskeln aus und steigert unter anderem den Drang aktiv zu sein. Dadurch wird die Verbrennung angekurbelt und kann ebenso zu einer Gewichtsabnahme führen.
Was für eine Rolle spielen bioidentische Hormone?
Mit bioidentischen Hormonen werden zu niedrige Hormonspiegel auf natürliche Art und Weise ausgeglichen. Liegen keine weiteren Stoffwechselerkrankungen vor, normalisiert sich das Gewicht bei entsprechenden Hormonspiegeln lt. der von Dr. Volker Rimkus, einem Gynäkologen, erforschten Methode. Dazu müssen Werte ein halbes Jahr stabil sein, heißt es.

Aber…
Bei einer Gewichtszunahme wird häufig zunächst an die zugeführten Hormone gedacht und andere mögliche Einflussfaktoren geraten dabei schnell in den Hintergrund. Dabei kann bereits ein hormonelles Defizit mit Veränderungen im Stoffwechsel und in der Fettverteilung einhergehen, insbesondere ein Hormonmangel.
Dr. Rimkus beschreibt in seinen Ausführungen, dass sich mit ausgeglicheneren Hormonspiegeln häufig auch das allgemeine Wohlbefinden verändert: Man fühlt sich wieder vitaler, der Appetit normalisiert sich und man kocht wieder mit Freude. Veränderungen auf der Waage sind daher nicht isoliert zu betrachten, sondern im Kontext des gesamten Organismus. Eine ausführlichere Darstellung der zugrunde liegenden Prozesse unseres Organismus findest du in diesem Beitrag ab „Bierbauch durch Hopfen?!„
Ein wichtiger Punkt, der oft ebenso wenig Beachtung findet, ist die Schilddrüse. Die Schulmedizin nimmt nur den Blutwert TSH ab, auch wenn Patienten Schilddrüsenhormone einnehmen. Nach diesem Wert wird die Einstellung gemacht, was nicht ausreichend ist, wie ich aus eigener Erfahrung weiß.
Auch Ärzte, die fT3 und fT4 mitbestimmen, halten sie automatisch in den Referenzbereichen des Labors für „in Ordnung“.
Diese Werte bilden eine große Bandbreite von Personen dieser Altersgruppe ab, jedoch sind sie nicht automatisch optimal! Niedrige Ergebnisse passen zwar zum Beispiel zu Menschen im mittleren Alter, allein genügen sie nicht, um ein gesundes Leben im Gleichgewicht zu unterstützen.
📌Was nützt ein langes Leben, wenn die Lebensqualität fehlt? Für mich steht die gesunde Lebenszeit im Fokus.

📌Ich halte die Homepage „Natürliche Therapie“ von Kristine Fredriksson eine sehr informative Schilddrüsen-Website mit Rechner.
Was hat die Schilddrüse mit Gewichtszunahme zu tun?
Das ist schnell erklärt: Der Blutwert fT3 zeigt den aktiven Teil der Schilddrüse an, der für einen guten Stoffwechsel sehr wichtig ist. Schilddrüse benötigt Progesteron, um keine Fehlfunktion zu erleiden.
Jedoch finden Eisprünge nur in einer begrenzten Zahl im Leben einer Frau statt, die bereits bei Geburt festgelegt ist. Es kann daher bereits in den 30ern schon vereinzelt zu fehlenden Eisprüngen kommen. Eine Frau bemerkt es an einem schlechten Befinden vor der Periode. Hier fällt oft der Begriff von PMS.
Im späteren Verlauf bleiben Eisprünge ganz aus oder die Follikel ‚altern‘ und können nicht mehr genügend Gelbkörper ausschütten. Östrogen ist zu dem Zeitpunkt normalerweise noch länger in üblicher Höhe vorhanden.
Wie verhält es sich bei Männern?

Bei Männern sinken ebenso Östrogen und Progesteron im Laufe des Lebens, so dass sie häufig mit einer Gewichtszunahme konfrontiert werden. Auch Männer können von Funktionsstörungen der Schilddrüse betroffen sein.
Hormone sinken mit 2-3% pro Jahr zwar gleichmäßiger und somit auch „unmerklicher“ als bei einer Frau, dennoch können auch Männer die zahlreichen Beschwerden von Frauen im Laufe der Zeit treffen.
Auch das Testosteron ist sehr wichtig für Körpergewicht und Muskelmasse. Die Muskeln verbrennen einen Großteil der aufgenommenen Energie (= Kalorien aus der Nahrung). Ist Testosteron aber niedrig, steigt auch das Gewicht an.
📌Ein niedriger Testosteronspiegel ergibt sich aufgrund eines Progesteronmangels.
Fazit:

Der Stoffwechsel wird maßgeblich von Hormonen gesteuert. Hier spielt das Verhältnis der Sexualhormone eine große Rolle: Testosteron und Progesteron führen zu einem erhöhten Energieverbrauch.
Östrogene können vermehrt Bauchfett verbrennen, aber auch zu vermehrten Wassereinlagerungen führen. Um eine Gewichtszunahme zu vermeiden, würde man Östrogen eher im normal niedrigen Bereich und Progesteron eher im normal hohen Bereich ansiedeln.
Oft wird auch der Einfluss der Schilddrüsenhormone auf den Stoffwechsel nicht beachtet, der aber für die Gewichtsregulation das wichtigste Stellrad ist. Dr. Beck empfiehlt Schilddrüsenwerte (TSH, fT3, fT4) zu bestimmen und freie Werte im hochnormalen Bereich einzustellen.
Natürlich kommt es auch immer auf das Verhältnis der Energiezufuhr und dem Energieverbrauch an, also wieviel man isst und wieviel man durch Bewegung verbrennt.
Unter „Bierbauch“, „Metabolisches Syndrom“ & „Diät“ findest du noch genaueres zum Thema.

… zu den Beiträgen in meinen Wohnzimmer-Communities:
Es sind meist kurze Beiträge, deren Inhalt sehr wenige Infos enthalten. Sind Dosierungen und Blutwerte erwähnt, entsprechen sie nicht den Ziel-Normbereichen wie sie Dr. Volker Rimkus erforscht hat oder es werden Cremes verwendet, die bei seiner Methode nicht vorkommen. (Ausnahme: Östriol-Creme, da es ein rein lokal verwendbares Steroidhormon ist.)
Auch wird zu wenig Geduld aufgebracht: Erst wenn Blut-Zielwerte 6 Monate stabil sind und auch eventuelle Fehlfunktionen der Schilddrüse beachtet werden, kann sich die hormonell bedingte Gewichtszunahme wieder regulieren.
Trotzdem hält sich hartnäckig die Vorstellung, bioidentische Hormone seien so etwas wie eine „Abnehmpille“. Das ist ein Irrglaube. Gerade in der Anfangszeit, wenn der Körper sich erst an die veränderte hormonelle Situation anpasst und die Einstellungsphase noch nicht abgeschlossen ist, kann es ebenso zu Gewichtszunahmen kommen – so wie man sie auch bei Frauen ohne Hormonanwendung sieht.
Ein Hormonmangel verändert oft schleichend die Figur: Die vertraute Taillenform geht verloren – Dr. Rimkus nennt es „Matronenfigur“, und typische „Problemzonen“ wie Bauch, Beine und Po treten stärker in den Vordergrund.
Beim Mann ist eine mögliche Zunahme am Bauch und Brustwachstum zu beobachten.
Bitte beachte:
Meine Tätigkeit gehört zu den freien Gesundheitsberufen. Sie dient der Gesundheitsvorsorge und dem Wohlbefinden. Meine Website umfasst mein Wissen zur Rimkus-Methode, das ich in Rimkus-Intensivseminaren erlernt habe, die von Dr. Volker Rimkus, Dr. Dr. Thomas Beck und Dr. Eduard Rosler durchgeführt wurden. Ergänzt durch persönliche Informationen der vorgenannten Personen, den führenden Ärzten im Zusammenhang mit der Rimkus-Methode. Zusätzlich meinen umfangreichen Erfahrungsschatz, den ich mir über die Jahre in Bezug auf die Rimkus-Methode angeeignet habe.
Des Weiteren enthält meine Website weitere Inhalte zu verschiedenen Themen auf Gesundheitsvorsorge bezogen.
Tipps betreffen gesunde Lebensführung, Gesundheitsprävention und Resilienz im Alltag. Sie ersetzen keine ärztliche Abklärung oder Behandlung.
Dieser Blog-Beitrag ist keine Empfehlung, keine Therapie und kein Wirkversprechen. Es ist meine persönliche Erfahrung, Beobachtung und Meinung.