„Woman on Fire“, das lesenswerteste Buch über Wechseljahre – tatsächlich?
Meine Meinung zum Buch im Vergleich zur
Hormon-Methode, wie sie Dr. Rimkus beschreibt

„Woman on Fire“ ist in aller (Frauen-)Munde und eine Rezension liegt mir am Herzen zu schreiben.
Fast jede Frau kämpft mehr oder weniger mit Wechseljahrbeschwerden, aber wirklich Aufklärendes und Hilfreiches ist rar oder schlichtweg falsch. Eine Frauenärztin, die die Missstände in ihrem Fachbereich so verdeutlicht, verdient Applaus!
Viele, die es lesen, werden sich zum ersten Mal verstanden fühlen und nicht mehr allein auf weiter Flur. Es enthält eine Fülle an Informationen, die man so umfassend vermutlich noch nie gehört oder gelesen hat.
Aber: Im Vergleich zur Methode, die Dr. Volker Rimkus erforscht hat, kann das Buch meiner Meinung nach nicht mithalten.
🔖Ich zeige dir hier die Unterschiede, damit du dir in Ruhe dein eigenes Bild machen kannst – gerade dann, wenn du überlegst, ob bioidentische Hormone für dich infrage kommen.
Grundsatz von Dr. de Liz in „Woman on Fire“
Sie hält die Anwendung bioidentischer Hormone auf Kassenrezept als einzig sinnvolle Therapie: Morgens Östrogen-Gel als Anwendung auf der Haut, abends Progesteron als Standarddosierung 100mg oder 200mg oral. Östriol als vaginale Creme.
Die verschiedenen menopausalen Abschnitte
Ein wichtiger Punkt für die Ärztin ist der Hinweis, dass die Menopause nicht von jetzt auf gleich eintritt und nicht mit der letzten Periode, sondern sich viele Jahre vorher mit leisen Schritten ankündigt.
Erste Anzeichen: Die Praemenopause
In „Woman on Fire“ schildert Dr. de Liz die einzelnen Phasen sehr anschaulich und spricht von möglich auftretenden Beschwerden schon in den 30ern. Bereits in der Prämenopause können vereinzelt Eisprünge ausbleiben und das dadurch fehlende Progesteron macht sich im Zyklus bemerkbar. Weitläufig bekannt ist dieses Phänomen als PMS (prämenstruelles Syndrom), das sich vor dem Einsetzen der Periode beispielsweise in Schmierblutungen, Wassereinlagerungen, Migräne, Brustschmerzen und/oder Gereiztheit zeigen kann.
Perimenopause: Jetzt geht’s richtig los!
Der Übergang in die nächste Stufe, der Perimenopause, schließt sich in einem Zeitfenster von mehreren Jahren an. Nun verdeutlichen sich Symptome durch unzureichende Progesteronspiegel, die mit älter werdenden Eizellen auftreten und auch das Blutungsverhalten ändern können.
Unter 40 ist die Perimenopause noch nicht so häufig zu finden wie über diesem Alter. Nun bleiben nicht nur Eisprünge (fast) ganz aus, sondern auch das Östrogen beginnt zunehmend zu schwanken: Mal ist es sehr hoch, dann in einem sehr niedrigen Bereich.
Woman ständig on Fire🙁
Man kann sich gut vorstellen, wie negativ sich fehlendes Progesteron und derart unterschiedliche Östrogenspiegel auf das gesamte Befinden auswirken.
Regelblutungen finden weiterhin statt und können auch regelmäßig sein, verändern sich aber häufig in der Länge und Intensität.
Diese menopausale Phase kann sich ebenso über mehrere Jahre erstrecken. Vielfach sind nun psychische Probleme zu verzeichnen und Gelenkschmerzen gesellen sich häufig hinzu.
Der Hormonmangel löst in dieser Zeit oft weitere gesundheitliche Beschwerden aus wie Intoleranzen („man verträgt nicht mehr jedes Lebensmittel“), Fehlfunktionen der Schilddrüse oder Hautprobleme. Dr. de Liz schildert die häufigsten, auftretenden Symptome aus einer schier unendlichen Palette, die sich sowohl in der Prä- als auch in der Perimenopause zeigen können.
Ein- und Durchschlafprobleme sind unter anderem ein meist sicheres Indiz für Wechseljahre.
🔖Was ich bisher noch nicht wusste: Myome bleiben ohne Östrogen weiter bestehen, sie werden im Ultraschall als Verkalkung angezeigt. Bisher hörte ich immer, in der Postmenopause sind Myome verschwunden. Wieder was dazugelernt!
Folgen eines dauerhaften Hormonmangels
Die Gynäkologin spricht einen sehr wichtigen Aspekt mit Nachdruck an, der auch für Dr. Rimkus eine hohe Wichtigkeit darstellt: Hormonelle Defizite betreffen alle Organe und machen Alterserkrankungen unausweichlich. Sie schreibt, Aussagen von Ärzten, man „müsse da durch und dann sei alles wieder normal“, stimmen so nicht. Sie weist mehrmals im Buch auf resultierende Erkrankungen hin.
Verschwinden Hitzewallungen, beginnen laut Dr. de Liz erst richtig die Probleme. Ich kann ihr auf Basis meines Rimkus-Wissensschatzes und meiner eigenen Geschichte nur vollumfänglich beipflichten: So ist es!
Menopause oder: „Woman on Fire“ auf ganzer Linie!
Die letzte Periode läutet die Menopause ein. 12 weitere blutungsfreie Monate werden als Postmenopause bezeichnet.
Beschwerden, die bisher noch halbwegs erträglich waren, können zu Höllenqualen werden!
Scheidentrockenheit betrifft einen Großteil in der Postmenopause. Durch den Östrogenmangel kommt es zu einer Ausdünnung der Schleimhaut am vaginalen Eingang. Die Haut wird immer empfindlicher und reißt beim Sex sogar ein. Brennen und Schmerzen beim Sex sind zwangsläufig die Folge. Auch weil die Vagina „schrumpft“, wird Sex immer schwieriger. Sie berichtet von Frauen, die länger keinen Sex mehr hatten und bei der gynäkologischen Untersuchungen nur noch ein Wattestäbchen eingeführt werden kann.
Es führt sogar soweit, dass Frauen keine engen Sachen mehr tragen oder länger sitzen können. Radfahren oder Reiten sind nicht mehr möglich. Beim Wasserlassen brennt es. Juckreiz wird fälschlicherweise als Scheidenpilz gedeutet, aber es ist der durch Östrogenmangel veränderte PH-Wert. Bakterien haben nun freie Fahrt. Später folgen Blasenentzündungen und Inkontinenz. Zu letzterer werden die verschiedenen Arten erklärt.
Typische Symptome der Wechseljahre
Sie zählt die wichtigsten Beschwerden auf, die mit einem Hormonmangel im Zusammenhang stehen. Manche werden allerdings von Ärzten oft nicht damit in Verbindung gebracht:
- Hitzewallungen
- Muskel- und Gelenkschmerzen
- Stimmungsschwankungen
- Schlechter Schlaf oder Müdigkeit nach dem Aufstehen
- Fibromyalgie (Schmerzen in Nacken, Schulter, Rücken, Becken), auch mit Migräne
- Starke Regelschmerzen
- Gedächtnisprobleme
- Arthrose (Verschleiß der Gelenke, durch fehlenden Knorpel; meist Hüfte, Knie)
- Arthritis (Autoimmunerkrankung „Rheuma“)
Bierbauch durch Hopfen?!
Dr. de Liz spricht einen Aspekt an, der mich zum Schmunzeln veranlasst hat: Bei Männern, die Bier trinken, wächst die Brust. Der Grund soll Hopfen sein, dem eine östrogenähnliche Wirkung nachgesagt wird und zu den Phytoöstrogenen gezählt wird.
Die männliche vergrößerte Brust zeigt sich im Alter aufgrund der Vermehrung des Drüsenfettkörpers, was sich aus den Folgen des Östrogen- und Progesteronmangels erklären lässt, wie es Dr. Rimkus beschreibt. Androgene (männliche Hormone wie Testosteron) sind die Vorstufe von Östrogen.
Androgene werden dennoch eine Weile weiter in der Menge wie bisher produziert, aber die altersbedingte Enzymschwäche lässt zuerst das Endprodukt Östrogen sinken. Somit ist kurzzeitig ein Überwiegen von Androgenen bei gleichzeitigem Östrogenmangel vorhanden. Dieser Prozess sendet an die Insulinrezeptoren im Gehirn eine Störung, dass zu wenig Insulin produziert wird, um den Blutzuckerspiegel zu regulieren.
Es zeigt sich eine scheinbare Insulinresistenz. Der Körper reagiert, in dem er mehr Insulin produziert. Das bewirkt eine schädigende Wirkung auf Gefäße und regt das Hungergefühl an.
Die Folge beschreibt Dr. Rimkus so: Der Mensch nimmt !kiloweise! zu. Der Progesteronmangel schürt die Fettvermehrung: Ist Progesteron im Idealbereich wird Fett zu Energie umgewandelt. Fehlt Progesteron wird Fett „gestapelt“.
🔖So entsteht bei Mann und Frau der typische Bauch in den Wechseljahren. Ist der Bauch erstmal da, ist es auch mit der Hormongabe schwer ihn wieder loszuwerden.
Metabolisches Syndrom
Dieser „Matronen-Speck“, wie ihn Dr. Rimkus nennt, unterscheidet sich aufgrund der Genetik: Frauen sehen ihn eher um Hüfte und Oberschenkel, Männer am Bauch und es kann sich eine „Fettbrust“ entwickeln. Nicht zu vergessen ist auch die Wirkung von Betablockern, Blutdrucksenkern und Psychopharmaka auf das Wachstum der männlichen Brust.
Diese Fettverarbeitungsstörung ist übrigens heutzutage unter dem Begriff „Metabolisches Syndrom“ bekannt.
Die logische Schlussfolgerung für viele: Diät!
Da der Körper schon bei normaler Nahrungsaufnahme signalisiert er braucht mehr, verstärkt sich das Hungergefühl durch eine Diät enorm. Gelingt diese Extremanstrengung tatsächlich, wirkt sich der weiter sinkende Östrogenspiegel auf die verminderte Produktion von beta-Endorphin und anderen Neurotransmittern im Gehirn aus. Das führt zu Depressionen, Schlafstörungen, Herzschmerzen und vielen anderen Wechseljahrsymptomen.
Dr. Rimkus hat Zweifel, ob sich in einer Fettzelle, die sehr einfach aufgebaut sein soll, tatsächlich Östrogen befinden kann. Auch weil übergewichtige Menschen keinen höheren Östrogenspiegel aufweisen als schlanke.
Mein Fazit zu „Woman on Fire“ in Bezug auf die Methode, wie ich sie von Dr. Rimkus kennengelernt habe
Was mir sehr gut gefällt:
- Bioidentische Hormone schützen vor Alterserkrankungen, die sich unweigerlich im Laufe eines Lebens zeigen. Durch Hormonmangel entstehen chronische gesundheitliche Probleme.
- Es fehlen körpereigene Hormone und keine Medikamente, Pflanzen oder Globuli. Auch keine künstlich hergestellten mit hormonähnlicher Wirkung.
- Die Beschwerden und Symptome der Wechseljahre bis zu einem späteren Postmenopausen-Alter decken sich mit denen von Dr. Rimkus angegebenen. Wobei Dr. Rimkus noch einige weitere Erkrankungen und ihre Zusammenhänge aufzeigt.
- Sie kritisiert Befürworter, die ausschließlich zur Anwendung von Progesteron raten. Zudem schreibt sie, Progesteron kann über die Haut nicht ausreichend aufgenommen werden.
- Sie ist für frühzeitige Prävention, um unweigerlich durch den Hormonmangel entstehende Erkrankungen erst gar nicht aufflammen zu lassen.
- Der Hormonspiegel wird im Blut gemessen.
- Der Beipackzettel verärgert sie genauso wie Dr. Rimkus, da alle Nebenwirkungen und Risiken aufgeführt sind, wie sie für chemisch hergestellte Hormone gelten, jedoch nicht auf bioidentische zutreffen. Nach dem Rückschlag der WHI-Studie von 2002 war die Angst vor Klagen groß und die Pharmaindustrie hält sich bei Hormonen zurück. Allerdings verängstigt der Beipackzettel Frauen und lange Diskussionen entstehen, die Praxen oft zeitlich nicht leisten könnten. „Das Ende vom Lied“: Ärzte wenden sich vom Thema Wechseljahre ab.
- Die Wichtigkeit der Schilddrüse wird angesprochen, allerdings nur sehr kurz.
- Dr. de Liz zeigt die positiven Seiten der Wechseljahre auf.
- Das Buch klärt gut über die Phasen der Wechseljahre auf und wie man sich gezielt um sich kümmern kann. Die Angst vor der zweiten Lebenshälfte wird durch die umfassenden Erklärungen genommen. Alle Thematiken, die im Zusammenhang mit den Wechseljahren auftreten können, werden offen angesprochen.
Sieg für die Hormon-Methode von Dr. Rimkus!
Woman on Fire: Der Beginn der Anwendung von Kassenrezept-Präparaten liegt ihrer Ansicht bei einem Zeitfenster von 6-10 Jahren. Danach besteht keine Möglichkeit für bioidentische Hormone. Als Grund gibt sie die oben genannte WHI-Studie an, die jedoch auf synthetischen Hormonen basiert. 10 Jahre nach der letzten Periode nur, wenn die Frau gesund ist, da ihrer Meinung nach das Gesundheitsrisiko ab 60 steigt.
Aufgrund dessen schließt sie außerdem, dass keinerlei Vorerkrankungen wie Diabetes, schlecht einstellbarer Blutdruck, Herzinfarkt oder Schlaganfall vorliegen dürfen und auch das Einstiegsalter (50-59 Jahre) entscheidend ist.
1:0 für Dr. Rimkus!
Die WHI-Studie wurde 2016 überarbeitet veröffentlicht. Auch wenn die Empfehlung nun lautet, die Einnahme soll nur 5 Jahre betragen, sind synthetische Hormone bereits nach einer Anwendung von 2 Jahren schädlich. Wie die Metaanalyse von 2019 ergab, sogar noch 10 Jahre nach Absetzen. Die Risiken sinken nicht, wenn eine Frau keine Vorerkrankungen hatte oder früher mit der Einnahme synthetischer Hormone beginnt. Auch nicht, wenn der Beginn vor dem 61. Lebensjahr liegt oder keine Vorerkrankungen bestanden.
Es bleiben hormonähnliche Substanzen, die im Organismus große Schäden anrichten können.
Mit bioidentischen Hormonen Werte in die von Dr. Rimkus erforschten Normbereiche zu bringen, kann zur Gesundheitsprävention unterstützend sein. Menschen jeden Alters, auch betagte, können noch Vorteile aus der Hormongabe ziehen.
Woman on Fire: Ziel der Anwendung bioidentischer Hormone ist nach ihrer Auffassung ein niedriges Level. Frauen sollen sich nach der Periode am besten fühlen und Blutwerte werden daher in dieser Zeit bestimmt.
Nach einer Gebärmutterentfernung wird nach diesem Zeitpunkt „geforscht“, was mehrere Blutabnahmen bedeutet und ein halbes Jahr dauern kann.
2:0 für Dr. Rimkus!
Werte beziehen sich nicht auf ‚Hören-Sagen‘, sondern basieren auf jahrelangen Auswertungen von Hormonspiegeln und dem Befinden der Person. Niedrige Spiegel könnten allerdings zur Gesundheitsprävention eventuell nicht ausreichend sein und die Alterserkrankungen zu Tage bringen, die Dr. de Liz vermeiden möchte.
Zum Zeitpunkt der Blutabnahme, wie er von Dr. de Liz beschrieben wird, lässt sich ein Progesteronwert, der ausschließlich durch einen Eisprung in der zweiten Zyklushälfte entsteht, nicht erfassen. Ohne Eisprung bildet der Körper kein nennenswertes körpereigenes Progesteron.
Im Buch wird eine abendliche Einnahme von 100 mg oder 200 mg Progesteron erwähnt. Aufgrund der individuellen Halbwertszeit – also der Zeitspanne, in der ein Wirkstoff zur Hälfte abgebaut wird – kann es sein, dass zum Zeitpunkt der morgendlichen Blutabnahme nur noch geringe oder gar keine messbaren Serumspiegel vorhanden sind.
Der von Dr. Rimkus empfohlene Blutabnahmezeitpunkt erfolgt hingegen gezielt in der Phase, in der der höchste Serumspiegel („Peak“) erreicht wird. Das dient dazu, die Dosierung möglichst individuell und am gemessenen Maximum orientiert anzupassen.
Nach einer Gebärmutterentfernung (Hysterektomie) ist der Zeitpunkt der Blutabnahme unbedeutend, da spätestens nach einem halben Jahr die Hormonspiegel stark gesunken sind und sich kein Zyklusverlauf mehr zeigt.
Woman on Fire: Östrogen wird morgens auf die Haut aufgetragen, Progesteron abends eingenommen.
3:0 für Dr. Rimkus!
Aufgrund der Halbwertszeit der Hormone ist so keine 24-Stunden-Versorgung möglich. Die von Dr. Rimkus entwickelten Hormon-Kapseln werden im 12-Stunden-Abstand eingenommen, so dass den ganzen Tag über eine gute hormonelle Versorgung gewährleistet sein sollte.
Mit der Anwendung über die Haut können aus Dr. Rimkus‘ Sicht keine ausreichend hohen Hormonspiegel erreicht werden.
Woman on Fire: Die Anwendung erfolgt nach „Gefühl“, da sich der Bedarf, ihrer Aussage nach, immer ändern kann. Östriol-Creme für die Vagina muss dauerhaft angewendet werden.
4:0 für Dr. Rimkus!
Im Konzept von Dr. Rimkus erfolgt die Einnahme zweimal täglich. Diese gleichmäßige Zufuhr dient dazu, den Hormonhaushalt möglichst über 24 Stunden stabil auszugleichen. Ist der Östrogenhaushalt entsprechend eingestellt, ist laut den Aussagen von Dr. Volker Rimkus keine zusätzliche Östriol-Anwendung erforderlich. Auch Dr. Dr. Beck hat dies aus seiner Praxis bestätigt.
In meinen Gesundheitsberatungen berichten mir Klientinnen ebenfalls, dass sie nach Erreichen ihrer individuellen Hormon-Blutwerte auf eine vaginale Östriol-Creme verzichten konnten.
Ein weiterer Unterschied liegt für mich in der „Hormongabe-Strategie“. Während im Konzept von Dr. Rimkus auf stabile Zielbereiche hingearbeitet wird, wird bei Fertighormonen „nach Gefühl“ angepasst – also korrigiert, sobald sich etwas nicht stimmig anfühlt.
Was dabei übersehen wird: Der Körper braucht Zeit, um sich auf eine neue Hormonmenge einzustellen. Steroidhormone werden im Blut gebunden. Bis diese Transportproteine gebildet werden, können mehrere Wochen vergehen – und zwar jedes Mal nach einer Erhöhung. Wird in dieser Phase immer wieder verändert, ist es nahezu unmöglich ein stabiles Gleichgewicht und somit Wohlfühlen zu erreichen. Statt Ruhe entsteht eine Hormon-Achterbahn.
Woman on Fire: Östrogen und Progesteron können Tumorzellen fördern.
5:0 für Dr. Rimkus!
Das Gegenteil ist nach Erkenntnissen von Dr. Rimkus der Fall. Ein guter Hormonspiegel schützt unsere Mitochondrien und fehlgebildete Zellen werden zerstört bevor Krebs entstehen kann.
Allerdings hat sie Recht: Niedrige Hormonspiegel, die sie anstrebt, bedeuten eine weiterhin bestehende Mangelsituation und somit keinen ausreichenden Schutz, wie es Dr. Rimkus formuliert.
Woman on Fire: Besonders interessant fand ich deutliche Aussagen, die bestätigen, dass ein niedriges Hormonlevel nicht ihre eigenen Symptome weitreichend unterstützen, was mir selbst nicht widerfahren ist mit der Methode von Dr. Rimkus. Dr. de Liz erzählt von ihren Gewichtsproblemen, mit denen sie mal mehr, mal weniger zu kämpfen hat. Ihrer Ansicht nach ist es zwingend erforderlich die Ernährung umzustellen, sich nur selten eine Ausnahme zu gönnen und Alkohol zu meiden. Ohne Sport zu treiben, treten gesundheitliche Probleme auf, die immer größer werden, sowie Erschöpfungszustände. Seit sie 50 ist, fällt ihr der Alltag schwerer. Auch Gelenk- und Muskelschmerzen können noch bestehen bleiben.
6:0 für Dr. Rimkus!
Ich habe nichts geändert und ich fühle mich sehr wohl, auch nach Jahren noch! Sport war nie mein Wegbegleiter und wird es hoffentlich auch nie werden. Heißt aber nicht, ich bin ein „Couchpotatoe“.;-)
Natürlich teile ich die Meinung von Dr. de Liz, auf eine gesunde Lebensweise zu achten, aber das sollte auch außerhalb der Wechseljahre selbstverständlich sein.
Erschöpfung hatte ich vor Rimkus extrem! Aber nun bin ich längst wieder fit und alles geht mir leicht von der Hand.
Dr. Rimkus beschreibt die von ihm festgelegten Zielbereiche als die Hormonspiegel, bei denen sich seine Patienten am wohlsten fühlten. Das trifft auch auf mich zu.
Woman on Fire: Bei Gelenk- und Muskelschmerzen könnte an einen Hormonmangel gedacht werden.
Auch Vitamin D hat eine große Bedeutung und ist für weitere positive Aspekte wichtig, besonders für das Immunsystem.
Dr. de Liz gibt eine Standarddosis von 2.000IE täglich oder 20.000IE pro Woche an. Jedoch ist der individuelle Bedarf unterschiedlich und vom Körpergewicht abhängig.
7:0 für Dr. Rimkus!
Auch das sehe ich als einen Pluspunkt im Rimkus-Konzept: Vitamin D ist dort ein fester Bestandteil, und es wurden eigene Normbereiche, basierend auf Erkenntnissen von Prof. Jörg Spitz, definiert.
Dr. Volker Rimkus lernte auf einem Kongress Prof. Jörg Spitz kennen, der sich intensiv mit Vitamin D beschäftigt und es als „Sonnenhormon“ bekannt gemacht hat. Das Gespräch habe ihn so überzeugt, dass Vitamin D schließlich in die Hormonkapseln integriert wurde.
An dieser Stelle noch eine persönliche Anmerkung von mir: Die Menge an Vitamin D, die üblicherweise in eine Hormon-Kapsel passt, reicht meist nicht aus, um den individuellen Bedarf vollständig abzudecken. Daher ergänzen viele zusätzlich.
Woman on Fire: Die Grenzen dieser Form der bioidentischen Hormontherapie werden insofern deutlich, als dass sich Dr. de Liz lediglich auf die Behandlung in den Wechseljahren bezieht. Hormonelle Beschwerden von jüngeren Frauen, sowie über 60jährigen haben keine Möglichkeit eine bioidentische Behandlung bei ihr zu bekommen.
Thematiken wie Endometriose, PCOS (Polyzystisches Ovarialsyndrom) oder Andropause des Mannes werden nicht angesprochen.
8:0 für Dr. Rimkus!
Woman on Fire: Brustkrebsrisiko ist mit oder ohne Behandlung mit körperidentischen Hormonen nahezu gleich. Andere Faktoren wie Übergewicht, keinen Sport zu treiben und Alkohol zu trinken, hält sie für schwerwiegendere Auslöser.
Die Autorin erwähnt die in der E3N-Studie 2005 genannte positive Auswirkung natürlichen Progesterons auf die Brustgesundheit.
9:0 für Dr. Rimkus!
Um das Brustkrebsrisiko höchstmöglich zu reduzieren, ist laut genannter Studie ein Progesteronwert von über 14 ng/ml nötig. Dieser Wert ist mit der Anwendung der Kassenrezept-Präparate nicht zu erreichen, wie Dr. Rimkus zu bedenken gibt. Sollten sich dennoch diese Ergebnisse zeigen, lohne sich ein genauer Blick, da sie durch verschiedene Faktoren beeinflusst sein können, wie das Labor Rosler in Wildflecken herausgefunden hat.
Woman on Fire: Synthetische Hormone, z.B. bei starken Blutungen, sind das einzige Mittel der Wahl.
Schlägt die von ihr vorgeschlagene Form der Hormontherapie nicht an und geht es der Psyche weiterhin schlecht, bleibt nur der Weg zu Antidepressiva.
Ein DICKES 10:0 für Dr. Rimkus! Die Hormone in den von Dr. Rimkus mitentwickelten Kapseln werden individuell an aktuelle Blutwerte angepasst und kleinste Einheiten in mg sind möglich.
Gerade bei Veränderungen im Blutungsgeschehen – wie sie zu Beginn der Wechseljahre oder auch bei hormonellen Unregelmäßigkeiten auftreten können – wird dieser individuelle Ansatz als hilfreich beschrieben.
Eine unzureichende Hormonversorgung kann sich auch auf die seelische Verfassung auswirken. Stimmungsschwankungen, Ängste oder innere Unruhe treten in den Wechseljahren nicht selten auf. In solchen Fällen wird im Rimkus-Konzept geprüft, ob ein hormonelles Ungleichgewicht vorliegt, da ein Zusammenspiel von Östrogen und Progesteron in ihrer Balance einen Einfluss auf die Psyche haben können.
Nach den Aussagen von Dr. Volker Rimkus sowie Dr. Dr. Beck wurden in ihrer ärztlichen Tätigkeit bei entsprechender hormoneller Einstellung positive Entwicklungen beobachtet.
Ein klarer Punkt für „Woman on Fire“!
Der Kostenfaktor spricht eindeutig für bioidentische Kassenpräparate.
FAQ zur hormonellen Einstellung
In diesem Abschnitt von „Woman on Fire“ wird eine Frage zur Rimkus-Methode gestellt. Dr. Sheila de Liz äußert sich darin kritisch zu diesem Ansatz. Ihre Einschätzung entspricht jedoch nicht dem, was ich im Rahmen der Seminare erlernt habe:
‚Rimkus-Hormone waren die ersten Hormone auf dem deutschen Markt.‘
Nein. Dr. Rimkus ist durch Zufall auf bioidentisches Östrogen gestoßen, als eine Pharmareferentin in seiner Frauenarztpraxis vorbeikam, die ein Produkt einer dänischen Firma vorstellte und ihm eine Musterpackung überließ. Somit gab es dieses Präparat sicherlich auch in anderen Praxen.
Auch Dr. Rimkus kam zunächst nicht auf die Idee, dass es sich um eine andere Art des Östrogens handelt als die anderen Packungen, die er liegen hatte und den Frauen nicht wirklich halfen. Erst als eine Frau ihn um Hilfe für ihre Wechseljahrbeschwerden bat, erinnerte er sich an das Muster und gab es ihr mit. Mit wenig Hoffnung, aber die Patientin kam freudestrahlend wieder und so begann die Suche nach dem Unterschied.
Erst später konnte er über einen Apotheker auch bioidentisches Progesteron bekommen. Er hat zusammen mit Dr. Rimkus die erste Kapsel „erschaffen“.
‚…lange bevor es die guten Präparate gab, die wir heute in jeder Apotheke bekommen können.‘
Die Herstellung von Dr. Rimkus mitentwickelten Kapseln unterliegen einem wesentlich höheren Aufwand, den nur wenige Apotheken leisten können und wollen. Das Zertifizierungsverfahren ist außerdem langwierig. Zudem enthalten diese Hormon-Kapseln keine Farb-, Konservierungs- oder unnötigen Füllstoffe, was insbesondere für Personen mit bekannter Empfindlichkeit gegenüber Zusatzstoffen relevant sein kann.
‚…Hormonwerte, die im Blut oder Speichel festgestellt werden.‘
Nur die Bestimmung im Blut ist aussagekräftig und gehört zum Basiswissen der Methode von Dr. Rimkus, auf die er deutlich hinweist.
‚…die klassische Rimkus-Kapsel enthält Östrogen und Progesteron…‘
Es gibt unterschiedliche Einnahmeschemata, die nach einer Blutkontrolle an die jeweilige hormonelle Situation angepasst werden können. Jedes Hormon kann bei Bedarf einzeln und mit individuellem Kapselinhalt eingesetzt werden. Das sehe ich als eine klare Stärke für das Dr.-Rimkus-Konzept.
Fertigprodukte mit bioidentischem Progesteron beispielsweise sind bislang nur in Standard-Einheiten von 100mg oder 200mg als Kapsel erhältlich.
‚…in der Herstellung kann es Unterschiede geben und nicht, wie bei gängigen Präparaten, alle aus einem Topf kommen.‘
Die von Dr. Rimkus mitentwickelten Kapseln entstehen in Apotheken in individueller Anfertigung und unterliegen einem besonderen, vom Markeninhaber vorgegebenen Zertifizierungsverfahren mit entsprechenden Qualitätskontrollen.
Standardisierte Kassenpräparate enthalten üblicherweise zusätzliche Hilfs- und Füllstoffe. Manche Menschen reagieren sensibel auf bestimmte Bestandteile. Auch Unterschiede in der pharmazeutischen Verarbeitung – etwa bei eingesetzten Trägersubstanzen wie Industriefetten oder bei der Partikelgröße der verwendeten bioidentischen Hormone – können Einfluss darauf haben, wie ein Wirkstoff im Körper aufgenommen wird.
‚…ich kann Rimkus-Kapseln nicht auf Kassenrezept verordnen.‘
Das ist zwar richtig, aber was ist mit vielen anderen Behandlungen und Untersuchungen, die keine Kassenleistung sind und als Selbstzahlerleistung angeboten werden? Sie spricht in ihrem Buch von einem Laser, den sie für die vaginalen Probleme der Frauen einsetzt, der Einsatz aber sehr teuer sei.
‚…Bedenken, wenn Hormone von Heilpraktikern oder Ärzten, die nicht Gynäkologen sind, verordnet werden. Nur ein Frauenarzt kann beurteilen, ob eine ausreichende Östrogenisierung vorhanden ist.‚
Ein Rezept darf ausschließlich von einem Arzt ausgestellt werden. Heilpraktiker sind hierzu nicht befugt.
Die Beurteilung der Hormonwerte erfolgt anhand definierter Norm- und Zielbereiche. Ärzte sowie Heilpraktiker können an Rimkus-Intensivseminaren teilnehmen, die die unterschiedliche Herangehensweise zur klassischen schulmedizinischen Therapieansätzen verdeutlicht und die Hormon-Methode erklärt.
Dazu gehört die empfohlene jährliche Krebsfrüherkennungsuntersuchung. Zertifizierte Rimkus-Therapeuten weisen im Rahmen ihrer Hormon-Begleitung auf die Bedeutung dieser Vorsorgeuntersuchungen hin.
Bitte beachte:
Meine Tätigkeit gehört zu den freien Gesundheitsberufen. Sie dient der Gesundheitsvorsorge und dem Wohlbefinden. Meine Website umfasst mein Wissen zur Rimkus-Methode, das ich in Rimkus-Intensivseminaren erlernt habe, die von Dr. Volker Rimkus, Dr. Dr. Thomas Beck und Dr. Eduard Rosler durchgeführt wurden. Ergänzt durch persönliche Informationen der vorgenannten Personen, den führenden Ärzten im Zusammenhang mit der Rimkus-Methode. Zusätzlich meinen umfangreichen Erfahrungsschatz, den ich mir über die Jahre in Bezug auf die Rimkus-Methode angeeignet habe.
Des Weiteren enthält meine Website weitere Inhalte zu verschiedenen Themen auf Gesundheitsvorsorge bezogen.
Tipps betreffen gesunde Lebensführung, Gesundheitsprävention und Resilienz im Alltag. Sie ersetzen keine ärztliche Abklärung oder Behandlung.
Dieser Blog-Beitrag ist keine Empfehlung, keine Therapie und kein Wirkversprechen. Es ist meine persönliche Erfahrung, Beobachtung und Meinung.
Hier genannte Studien sind im Hormon-Netzwerk zu finden.