Was sagt Dr. Rimkus zur Schilddrüse?
Meine Erfahrungen mit bioidentischen Hormonen, Schweineschilddrüsenextrakt (NDT)
und Jod-Hochdosis
Von Dr. Rimkus sind mir keine Aussagen zur Schilddrüse bekannt. Vermutlich spielt auch die Zeit eine Rolle, in der er seine gynäkologische Praxis führte – das Thema Schilddrüse stand damals noch deutlich weniger im Fokus als heute. Dr. Dr. Beck, der die Hormon-Methode von Dr. Rimkus weiterführt, bezog die Schilddrüse hingegen ein.
Für mich gehören bioidentische Hormone und Schilddrüse zusammen wie Topf und Deckel. Ein Rückgang der Steroidhormone wird in diesem Zusammenhang mit Veränderungen der Schilddrüsenfunktion in Verbindung gebracht, was sich auch auf das Befinden auswirken kann.
Bei mir war es die Schilddrüsenunterfunktion, auch Hypothyreose genannt. Ich habe mich für Schweineschilddrüsenextrakt (NDT) entschieden.
Ich kann es noch gar nicht richtig glauben, dass ich Thyreogland aus der Klösterl-Apotheke München nehme. Den Großteil meines bisherigen Lebens hatte ich zuvor keinen Gedanken an Hormone verschwendet. Warum auch? Es hat alles perfekt funktioniert!
„Weniger ist mehr“, dachte ich damals noch. Dem Körper möglichst nichts zuführen, das schadet nur.
So ändern sich die Zeiten!
Der Reihe nach…
Laut Ärzte waren die Schilddrüsenwerte okay
Ich habe mir frühere Blutwerte angeschaut und es war zu sehen, dass die Schilddrüse schon einige Jahre damals auf dem „absteigenden Ast“ war. (Damals hatte ich allerdings bei weitem noch nicht das Wissen, das ich heute habe.)
Die Hausärztin sagte: „Alles bestens!“ Kennst du vielleicht auch von deinen Ärzten. Aber was bedeutet das? Ein Arzt, der sich nicht speziell mit der Schilddrüsenthematik befasst, weiß nicht, dass Werte im Referenzbereich nicht automatisch „Okay“ sind.
Meine Hausärztin hat mich allerdings noch zu einer Nuklearmedizinerin geschickt, um „sie mal anschauen zu lassen“: Auch sie war zufrieden, keine Auffälligkeiten, Schilddrüsenvolumen mit 6ml klein.
Im Nachhinein könnte ich nicht sagen, dass ich Beschwerden hatte. Auch jetzt würde ich sagen, meiner Schilddrüse geht’s gut. Einzig wäre eine Gewichtszunahme von einigen Kilos in den letzten Jahren. Aber von einer „Gewichts-Entgleisung“, wie es in Verbindung mit Hashimoto-Thyreoiditis berichtet wird, bin ich weit entfernt. (Später erkannte ich, dass mein „Wattehirn“, der Brainfog, zur Unterfunktion gehörte.)
Als ich von meiner Schilddrüsenunterfunktion erfuhr
Im Mai 2018 habe ich meinen Rimkus-Arzt gewechselt und bin zu Dr. Dr. Thomas Beck. Von ihm hörte ich zum ersten Mal von meiner Unterfunktion. Er riet mir nicht zu lange zu warten und mit einer Schilddrüsenmedikation zu beginnen. Ob einige meiner Beschwerden mit der Fehlfunktion der Schilddrüse zusammenhängen, konnte ich nicht sagen. Wie auch? Ich hatte damals auch noch die Hoffnung, dass sich eine Progesteronzufuhr positiv auf die Schilddrüse auswirkt. Jedenfalls wollte ich erst die Einstellung der bioidentischen Hormone machen. Beides war mir nicht geheuer: Welche Symptome kommen dann von was?
Ich habe ‚Aufschub‘ bekommen und die Werte besserten sich leicht. (Allerdings war es ein anderes Labor und das macht offensichtlich auch einen Unterschied, wie ich heute weiß.)
TSH war jedoch immer über 2, laut Dr. Dr. Beck sollte er 1 bzw. 1,5 sein.
Oktober 2019 habe ich aufgrund Zwischenblutungen und aufretender Migräne mit Aura, die ich mit zusätzlich Progesteron abwenden konnte, die Progesterondosis erhöht und war zuversichtlich, dass sich dadurch auch an den Schilddrüsenwerten was verändert.
Bioidentische Hormone und Schweineschilddrüsenextrakt (NDT) oder Schilddrüsenhormone als Fertigarznei?
Beim Termin im Mai 2020 meinte Dr. Dr. Beck, die Werte könnte man zwar in der Unterfunktion lassen, ABER aufgrund des verlangsamten Stoffwechsels soll ich mich darauf einstellen, jährlich mindestens ein halbes Kilo zuzunehmen. Das saß!;-)
Mittig lag noch der fT4-Wert, fT3 aber im unteren Drittel. Man könnte es mit Thybon (T3) versuchen. Da ich generell eine Abneigung habe „Chemisches“ in mich „reinzuschaufeln“, ging es mir ziemlich gegen den Strich. Mein Arzt riet mir aufgrund der Schwankungen des Schilddrüsenextrakts ab, es gleich damit zu versuchen, sondern erst mit dem Medikament die Einstellung zu finden und später umzustellen. (Wie ich heute weiß, ist dieser Ansatz nicht zu empfehlen.)
Wie entscheide ich mich?
Okay, ich springe über meinen Schatten und versuche es mit Thybon! Aber ich hatte einen derartigen Widerwillen und mir kam vor, ich hatte plötzlich Magenschmerzen davon. Wenn der Kopf nicht mitspielt, wird es schwierig.
Ich habe Thybon 10 sublingual (= unter der Zunge auflösen lassen) eingenommen und im Juli die Werte bestimmen lassen. Der TSH ist auf 5 gestiegen, fT3 lag nun bei 46%, fT4 bei 16%. Nun sollte ich auch T4 dazunehmen.
Mir gefiel der Gedanke nicht, Medikamente zu nehmen und später auf NDT umzustellen. Zumal ich gelesen hatte, dass es sich um eine Neueinstellung handeln würde. Also warum einen Umweg machen?
Die Würfel sind gefallen:-)
… zu meinen Gunsten! Ich kann sofort Schilddrüsenextrakt ausprobieren. Auf einer Schilddrüsen-Website hatte ich schon öfter nachgelesen und dort auch Apotheken für NDT gefunden. Gestern ging das Rezept an die Klösterl-Apotheke raus und nun warte ich gespannt auf die Dinge, die da kommen.;-)
Bioidentische Hormone und Schilddrüsenextrakt (NDT): Ich bin bereit!
Bei der Einnahme von Hormon-Kapseln kann sich das darin enthaltene Progesteron auf die Schilddrüse auswirken, las ich in einem Buch von Dr. Dr. Beck. Jedoch zeigt sich, dass die Umwandlung gestört ist und es nur manchmal bei jüngeren Frauen noch zu einer Regulation kommt. Die Schilddrüse brauche für eine gute Funktion Progesteron und das verlässt sowohl Mann als auch Frau mit den Jahren.
Störungen der Schilddrüse können schon früh auftreten, aber bleiben oft unerkannt. Ab Mitte 30 beginnt der Progesteronspiegel stetig zu sinken. Lag generell schon ein hormonelles Defizit vor, treten Schilddrüsenprobleme nicht nur in Verbindung mit Wechseljahren auf, dann aber fast schon mit Sicherheit.
Bei Beginn der bioidentischen Hormon-Einnahme sind viele bereits aufgrund Schilddrüsenunterfunktion oder Hashimoto (Autoimmunerkrankung) in ärztlicher Behandlung. Am Anfang der Einnahme von bioidentischen Hormonen ist das Auftreten einer kurzzeitigen Überfunktionssymptomatik möglich, die sich aber normalerweise nach 1, 2 Wochen wieder von selbst legt, wie mir Dr. Dr. Beck zur Schilddrüse erklärt hat.
Wichtig:
- Es ist manchmal nötig, die Schilddrüsen-Medikation zu ändern! Das erwähnte sowohl Dr. Dr. Beck, als auch Klienten und Mitglieder meiner Facebook-Gruppe.
- Bei der Einnahme in Verbindung mit Östrogen sollte ein Abstand von mindestens 2 Stunden eingehalten werden! Das ist ein Hinweis zweier zertifizierter Rimkus-Apotheken, die zusätzlich unter anderem Kapseln mit Schilddrüsenextrakten herstellen. Deren Antwort liegt mir per Mail vor.
Umrechnung NDT Thyreogland in grain:
Die Angabe von NDT wird üblicherweise in grain angegeben.
Bei Thyreogland der Klösterl-Apotheke entsprechen beispielsweise:
Thyreogland 10: 1/4 grain; Thyreogland 20: 1/2 grain, Thyreogland 40: 1 grain;
07.08.20: Juhu, Schweinchen-Kapseln sind eingetroffen!
Bin seit heute Nachmittag stolze Besitzerin von 100 Stück Thyreogland 25. 1 Kapsel enthält tierisches Schweine-Schilddrüsenextrakt mit 25µg T4 und ca. 6,25µg T3, Füllstoff: Reisstärke, Kapselhülle: Cellulose aus der Klösterl-Apotheke. In der Patienteninformation ist zusätzlich unter Anderem erklärt, dass es sich um reines Schweine-Schilddrüsenextrakt handelt. T4 : T3 ist im Verhältnis von ca. 4 : 1 und kommt damit den menschlichen Relationen sehr nahe. Die als Füllstoff verwendete Reisstärke ist glutenfrei und für Allergiker geeignet.
Morgen früh starte ich!
Auf dem Rezept stand nichts zur Einnahme, auf der Verpackung die üblichen Angaben, ob Schilddrüsenmedikament oder Schilddrüsenextrakt (NDT): 1 Kapsel mindestens 30 Minuten vor dem Essen einnehmen. Ich werde sie sublingual (= unter der Zunge liegend) einehmen.
08.08.20: Tag X – Die Bioidentische-Hormon-NDT-Kombi kann beginnen
Die erste Einnahme ist was Besonderes. Das war bei meinen Hormon-Kapseln auch so. Es bricht eine neue Ära an, so kommt es mir vor. Meine Einnahmezeiten sind durch ein Leben, der wie im Schichtdienst verläuft, nicht ganz so einfach zu händeln. Zumal zum Östrogen ein Mindestabstand von 2 Stunden eingehalten werden sollte.
Seit 10 Uhr bin ich ein „Rimkusschweinchen“ (Danke, Barbara! Ich musste den Begriff einfach festhalten, er ist sooooo unglaublich gut!). Ich habe dann noch ein Stündchen weitergedöst und ein kleiner Teil war dann noch unter der Zunge, es ‚klebte‘ etwas fest, als ich aufgewacht bin. Das war 1 1/2 Stunden nach Einnahme.
Wie beschreibe ich meine erste Einnahme? Es war eine Art ‚Schmetterlinge im Bauch‘, aber keine starke Aufregung oder innere Unruhe. Wie ein „wohliges Ausbreiten“ im Körper. Eine Spur mehr Tatendrang? Erstmal nichts Außergewöhnliches verspürt. Nach der Rimkus-Kapsel empfand ich eine leichte Euphorie.
22.08.20: Zeit für ein Update
Tja, was kann ich zu NDT berichten: Eigentlich nichts Neues. Ich merke bisher nichts. Am 17.08. habe ich die Dosis verdoppelt und nehme 2x Thyreogland 25 (= 50µg T4 + 12,5µg T3 lt. Apotheken-Umrechnungstabelle. Das entspricht im Vergleich zum T4-Fertigarzneimittel der 100µg-Dosierung).
Bisher mache ich die Einnahme am/zum Morgen. Das war in den ersten zwei Tagen so, dass ich morgens ins Bett bin und sie noch vorher genommen habe. So habe ich evtl. Symptome verschlafen, falls welche da waren. Es waren ca. 7 Stunden später minimal innere Unruhe und Herzklopfen „inneres Flattern“ zu spüren. Allerdings nur wenn ich seeeehr genau aufgepasst habe. Danach auch wieder alles unauffällig – bis heute.
Ich denke, das Gefühl mehr ‚Power‘ zu haben, ist kein Irrtum. Irgendwas macht sich in der Richtung bemerkbar: Bisher würde ich sagen, es ist ein super Gesamtpaket – Hormon-Kapseln & NDT.;-)
30.08.20: Hormon-Kapseln und Schweinchen-Schilddrüsenextrakt vertragen sich super!
Ich fühle mich immer noch hervorragend! Merke von der morgendlichen Einnahme nichts mehr, ABER 12-15 Stunden später kommt das leichte „innerliche Flattern“ wieder. Eine Überfunktion kann ich mir schwer vorstellen. Ich werde zwar mal Blut abnehmen lassen, aber das ist bei mir ein Staatsakt (die armen Ärzte und Arzthelferinnen, die mir Blut abnehmen müssen!): Dünne Venen, die sich auch noch „verkrümeln“. Aber ich brauche im September vermutlich noch ein Blutbild und es wäre mehr als günstig, das zusammenzufassen. So lange reicht aber mein Thyreogland-Vorrat nicht.
Ich werde am Dienstag mit der Beckdoc-Praxis Kontakt aufnehmen, ob es nochmal ohne geht für ein neues Rezept. Ich denke, es wird sinnvoll sein, abends noch was zu nehmen und um eine kleinere Dosis zu bitten, die ich dann langsam hochdosieren kann.
06.10.20: Lang, lang ist’s her …

Aber es gab nichts Interessantes zu berichten. Mittlerweile habe ich weiter gesteigert: Morgens 2×25 und am Nachmittag bisher 25+10, seit gestern auf 4×10 erhöht. Gesamt sind das wohl so gut 2 grain.
Deutlich aufgefallen ist mir, dass es ein Unterschied ist, die Einnahme zu splitten: Gleichbleibender „Pep“.;-) Es ist nach wie vor so, dass ich nicht wirklich Änderungen verspüre. Es zeigt sich höchstens manchmal noch ein ‚inneres Flattern‘ bei Steigerung kurz nach der Einnahme, was sich aber sehr schnell verliert und nach 2, 3 Tagen nicht mehr vorkommt. (Die jetzige Steigerung habe ich gar nicht bemerkt).
Im Nachhinein betrachtet würde ich sagen, es war vor NDT bereits vorhanden und fiel mir nicht auf. Auch eine geringe Leistungssteigerung würde ich sagen verspüre ich. Ob ich richtig liege oder falsch, zeigt mir das Licht! Äh, demnächst die Werte. Ich werde nächste Woche vermutlich zur Blutabnahme gehen.Zeit wird es, erste NDT-Werte zu bestimmen.
24.10.20: Erste Blutwerte mit NDT
Die Werte sind jeweils fT3 und fT4 80%, TSH 0,06 und ich fühle mich sehr gut! Nach dem Buch sind die Werte nach 12 Stunden Blutabnahme bei fT 3 80%, fT4 40-50% und TSH 0,1 – damit sollen sich die meisten wohlfühlen.
Ich habe bis zur Blutabnahme Thyreogland 50 morgens, 45 am späten Nachmittag genommen. Ich werde nun 50 und 40 nehmen.
Es hat sich nichts mehr an Symptomen ergeben, das „leichte Flattern“ ist weggeblieben.
Mal schauen, wie es mit der Dosis so weitergeht und wie es sich auf die Werte auswirkt.
Ergänzung: Die Klösterl-Apotheke macht auf Wunsch jede Dosierung auch in einer Kapsel. Die Lieferzeit ist dadurch natürlich verlängert: Es waren 2 Wochen. Der Preis ist unverändert.
05.01.21: Längst Zeit für ein neues Update
Die niedrigere Dosis war nicht passend, ich habe dann auf 2×50 erhöht. Bis vor 3 Tagen klappte es gut. Im Nachhinein merkte ich abends mal ein Mini-Frösteln oder auch vom Herz her wieder leichtes ‚Flattern‘. Ich hatte es nicht beachtet, war aber wohl schon ein Anzeichen. Nun war es so, ich ging ins Bett und plötzlich ein ordentliches Herzklopfen. Nun habe ich vor 2 Tagen auf 60 erhöht und abends 50 gelassen. Aber leicht war es noch da, so dass ich nun abends auch auf 60 erhöhe.
Zufälligerweise hatte ich noch das Rezept vom letzten Mal. Es ist versehentlich meine alte Dosis ausgestellt worden und ich dachte, vielleicht brauche ich es doch nochmal zum Erhöhen. Traf sich richtig gut.;-)
03.02.21: Neue Werte
Ende Januar habe ich neue Werte machen lassen. Die Dosis 2×60 habe ich beibehalten:
fT3 liegt bei 5,2 (Referenz 1,9-5,1 ng/l) =103%
fT4 bei 1,8 (Referenz 0,9-1,7 ng/dl) = 112,5%.
TSH kleiner 0,01 mlU/l
Ich konnte erst mit der Antwort von meinem Arzt nichts anfangen. Mein Vorschlag war etwas zu reduzieren, nicht viel, denn 2×50 war zu wenig Anfang Januar. Allerdings geht es mir sehr gut.
Er meinte, ich sollte weiter erhöhen, was mich sehr verwirrte. Aber seine Antwort erschien mir logisch. Die Referenzbereiche sind seiner Praxiserfahrung nach nicht passend. Vorübergehend deutlich höhere Spiegel sind nötig, um Stoffwechselblockaden zu durchbrechen. Die Überdosierung erfolgt aus therapeutischen Zwecken, die nach einer gewissen Zeit (halbes Jahr, Jahr) natürlich wieder zurückgefahren werden muss, um z.B. eine Auswaschung der Mineralstoffe zu vermeiden.
Ich kann nun die Dosierung so lassen oder erhöhen, je nach persönlicher Einschätzung.
Ich habe mich jetzt für 2×55 entschieden, wenn es nicht klappt, gehe ich wieder auf 2×60. Habe mir daher 5 dazubestellt, um variieren zu können.
Zum Vergleich: Thyreogland 60 entspricht 1 1/2 grain (57 µg T4 und ca. 13,5 µg T3)
Mitte April ’21: Es geht in die nächste Runde!
Tja, es klappte nicht mit dem Runterdosieren. Am 17. Februar habe ich morgens auf 60 erhöht, nachmittags 55 gelassen. Die üblichen Symptome meldeten sicher wieder leicht.
Ab 22. März 2×60, eine Woche später bin ich auf 2×65 und wollte tatsächlich schauen, was Dr. Dr. Beck sagte: Nochmal erhöhen, um zu sehen, ob es nun der Ticken zuviel ist. Gefiel mir aber gut!
Am 10. April habe ich nochmal versucht morgens auf 70 zu gehen. Das fühlte sich auf einmal anders an als bisher. Kann es nicht genau beschreiben… ‚zuviel‘ irgendwie.
Nun ist Anfang Mai und ich bin bei 2×65 (entsprechen 3 1/4 grain) vorerst geblieben. Damit habe ich auch die neuen Werte bestimmen lassen, die nochmal etwas höher waren als zuletzt:
fT3 liegt bei 5,5 (Referenz 1,9-5,1 ng/l) =112,5%
fT4 bei 1,9 (Referenz 0,9-1,7 ng/dl) = 125%
TSH kleiner 0,01 mlU/l
Wir sind weiterhin so verblieben, dass ich nach dem Sommer nochmal Werte bestimmen lasse, ob sie gesunken sind. Normalerweise sind sie das bis dahin von selbst, meinte mein Arzt.
Ich würde sagen, durch NDT ist das letzte Fünkchen des „benebelt seins“ weggegangen. Es war durch „Rimkus“ kaum noch da, aber zeitweise hatte ich noch den Eindruck.
Blutabnahme Mitte Juli ’21
Anfang Juli klappte es nicht mehr mit meiner alten Dosierung (2×65). Ich bemerkte zuerst Schweißausbrüche und zeitweise Kopfschmerzen. Da meine Werte zuvor extrem hoch waren, wir aber abwarten wollten, habe ich beschlossen die Dosis zu reduzieren, da ich mir nur eine Überfunktion vorstellen konnte. Angesichts der letzten Werte auch sehr wahrscheinlich.
Werte Mitte Juli mit 2×60:
fT3 90%
fT4 112%
Mitte November ’21: Adieu Schweiß!

Ich habe mich bis Mitte September auf 2×30 runterdosiert und das Schwitzen war passé. Ich kann auch nicht sagen, dass sich andere Symptome zeigten. Jedoch konnte ich mir nicht vorstellen, dass diese Dosis so tolle Werte machen würde und ausreicht. Daher habe ich in 5er-Schritten versucht etwas zu erhöhen.
Bei 40 war aber Schluss, ansonsten trat Stirnschweiß auf.
Mit dieser Dosierung (2×40 Thyreogland entsprechen 2 grain) komme ich im Moment gut klar und bin Mitte November, 1 Woche lang hatte ich diese Dosierung genommen, zur Blutabnahme. Abstand zur Einnahme ebenso unverändert 12 Stunden.
Werte wie erwartet zu niedrig, dennoch gefiel mir, dass fT3 nun höher wie fT4 war. Ein gutes Zeichen!
fT3 43,75%
fT4 37,5%
Ich werde versuchen auf 2×50 zu steigern. Ich lasse mich mal überraschen!;-)
3 Monate später: Februar ’22
Ich bin mit 1×50 und 1×45 Thyreogland zur Blutabnahme gegangen:
fT3 90%
fT4 87%
Große Veränderung konnte ich nicht feststellen. Selten etwas Herzklopfen.
Ich bleibe nun erstmal bei 2×45 Thyreogland (2 1/4 grain). Da ich auch die Östrogen/Progesteron-Kapseln nun für 6 Monate bestellt habe, werde ich es erstmal ein halbes Jahr so belassen, wenn nichts vorfällt.
Die Erhöhung erfolgte Mitte Dezember auf 2×45 Thyreogland. Einen Monat später, Mitte Januar, hatte ich morgens auf 50 Thyreogland erhöht.
Es ist also nun eher eine kleine ‚Nuance‘ gewesen, die noch zu „jonglieren“ war.
Es kam anders!
Ich hatte noch Thyreogland 40 da und wollte wissen, ob es auch klappt. Thyreogland 5 hatte ich für den Notfall übrig, um wieder auf 45 auffüllen zu können falls nötig.
So begann ich Mitte März auf 45 und 40 pro Tag zu gehen. Im Juni brauchte ich NDT-Nachschub und habe den Versuch auf 40/35 gewagt. Da auch das klappte, habe ich ab August auf 2×35 ( knapp 2 grain) reduziert und bin Ende August mit dieser Dosierung zur Blutabnahme:
fT3 84%
fT4 37,5%
Die Werte sind dieses Mal nicht nach 12 Stunden der letzten Einnahme erfolgt (in dem Abstand nehme ich generell ein), sondern nach 4 Stunden der Einnahme. Ich wollte wissen, wie es sich mit dem wenige Stunden wirkenden T3 verhält.
Ultraschall
… habe ich auch im August 2022 machen lassen. Keine nennenswerte Änderung zum Befund von 2017: Schilddrüse ist 1ml größer geworden, nun 7ml.
So lange sich nichts vom Befinden ändert, werde ich die Dosierung erstmal beibehalten.
Ich habe noch ein neues Kapitel aufgeschlagen. Neugierig? Dann geht es hier entlang …
April ’23: Schilddrüsenunterfunktion mit Jod beheben?
Wer im vorigen Absatz mein ’neues, aufgeschlagenes Kapitel‘ gelesen hat, für den gibt es heute Neuigkeiten. Du liest richtig!
An sich hat es mit NDT super geklappt, nur nachdem ich 3 Monate Lugolsche Lösung 5% ca. 12 Tropfen genommen hatte, merkte ich eine gewisse Unruhe. Ich habe meine bisherige Dosis mit 2×35 Thyreogland auf morgens 40 Thyreogland und abends 20 Thyreogland reduziert, da ich noch Reste hatte.
Die Reduzierung um 1/4 grain habe ich bis Mitte März aufrecht erhalten. Danach hatte ich das Gefühl, es ist einfach zuviel und habe immer mehr weggelassen. Erst abends nochmal reduziert bis auf Null. Morgens dann noch 35 Thyreogland (= knapp 1 grain).
Anfang April bemerkte ich eine Veränderung beim Schlucken. Ich habe immer weiter reduziert bis ich Mitte April den Jodsättigungstest wiederholt habe. Nach dem Ergebnis habe ich mit NDT komplett aufgehört und das Schlucken ist wieder ganz normal!
Schilddrüse und Basaltemperatur
Als ich jetzt reduziert habe, schwankte es eher mal und ich hatte Minimum 36,2. Es hat sich aber wieder eingependelt.
Aktuell habe ich 36,7 seit ich abgesetzt habe. Also optimal. (Bereiche zwischen 36,2 und 36,8 heißt es, wenn kein Zyklus mehr stattfindet).
Mein Fazit:
Ich hatte nicht geplant, NDT abzusetzen, es hat sich automatisch so ergeben.;-)
Es war wie beim Aufdosieren kurz mit Unruhe oder Herzrasen verbunden, hat sich aber sehr schnell gelegt. Ich denke, es lag daran, dass die NDT-Dosis zu hoch war.
Kurzzeitig leichte Kopfschmerzen zeigten sich. Jedoch bin ich nicht sicher, ob es nicht eher mit Jod in Verbindung stand und eine Entgiftungsreaktion war. Mit Salzlösung und/oder Jod-Pause war es sofort wieder weg.
15.05.23: Erste Blutwerte ohne Schweinchen (NDT)!
Hier Werte nach 3 Wochen ohne Schweineschilddrüsenextrakt (NDT):
TSH 2,5
fT3 19%
fT4 62,5%
Ich bin sehr zufrieden und hatte nicht erwartet, dass sich die Schilddrüsenwerte bereits auf dem Papier zeigen. Es fehlt also noch an der idealen Umwandlung zu fT3. Hier habe ich mich nochmal genauer über Selen informiert.

Häufige Fehler bei der Selen-Einnahme
- Falsches Selen: Richtig ist das anorganische (Selenit). Organisches (Selenmethionin -oder cystein) wird als Aminosäure in Eiweiß eingebaut, aber nicht in das Enzym, das für die Schilddrüse wichtig ist. Es entstehen zwar hohe Selenwerte im Vollblut, aber die Schilddrüse profitiert z.B. nicht davon.
- Dieses Enzym entfaltet seine Wirksamkeit zwischen 140 und 160 ng/ml. Der Selenwert im Vollblut sollte daher zwischen 150 und 200 ng/ml liegen, eher an der oberen Grenze von 200 ng/ml. (Im Serum sollte der Wert ebenso oben angesiedelt werden/sein.)
- Absolut wichtig: Nüchtern einnehmen. Bedeutet eine halbe Stunde vor dem Essen oder ca. 3 Stunden danach, so dass der Bauch leer ist. Auch vor dem Bett gehen ist die Einnahme möglich.
- Finger weg von Paranüssen als Selenersatz: Zum einen ist es für den Körper ebenso wie organisches Selenit (siehe 1. Punkt), zum anderen haben Paranüsse im Vergleich zu anderen Lebensmitteln einen bis zu tausendfachen radioaktiven Gehalt.
Quelle: Dr. med. Volker Schmiedel
Ende August ’23: Schilddrüsen-Ultraschall
Spannende Sache! Erste Sono hatte ich 2017, sie war unauffällig, Schilddrüsen-Volumen 6ml. Vor einem Jahr, noch unter NDT, war die Größe 7ml. Jetzt unter Jod-Hochdosis ist sie auf 10ml angewachsen! Der Arzt meinte, es wäre absolut ungewöhnlich, dass ich nicht mal eine Zyste hätte. Sowas hätte er noch nie gesehen.;-)
Die Schilddrüsenwerte sind:
TSH 2,4
fT3 28%
fT4 75%
FT3 ist seit Mitte Mai um weitere 9% gestiegen.
Selen hatte ich aufgrund der Mai-Werte außerdem auf 2×200 µg erhöht, um die Umwandlung von T4 in T3 zu fördern: Morgens nüchtern, abends 3 Stunden nach dem Essen. Seit den aktuellen Werten auf gesamt 700µg (400µg morgens/300µg abends).
(Ich hatte mich eingelesen und 800µg täglich war als unbedenklich eingestuft.)
Basaltemperatur hat sich in den Achseln gemessen auf 36,4 Grad eingependelt, unter der Zunge auf 36,7 Grad.
Ich fühle mich weiterhin sehr gut: Keine Unruhe, kein unnatürliches Herzklopfen, kein „Nebelhirn“ mehr, wie noch vor NDT. Was will ich mehr?;-)
Natürlich sind die Werte noch nicht optimal, aber man muss auch bedenken, es sind erst ca. 4 Monate ohne NDT und mit Jod.
Seit 20.05.23 erfolgte zusätzlich die richtige Einnahmeweise von Selen und nur noch in Form von Selenit.
Die nächsten Werte wird es voraussichtlich 2024 geben – es bleibt für mich weiterhin spannend wohin die Jod Reise gehen wird.
Oktober ’23: Neue Schilddrüsenwerte mit Selenit & Lugolscher Lösung
Einnahme wie bisher 50mg = 8 Tropfen 5%ige Lugolsche Lösung, Selen 500 Mikrogramm (200µg morgens als Kapsel, 300µg abends, 3 Stunden nach dem Essen in Form von Tropfen).
Es war dieses Mal ein anderes Labor: FT3 ist auf 45% gestiegen! Juhuuu! FT4 ist allerdings auch nochmal angestiegen und liegt bei 100%. TSH unverändert.
Ich habe LL auf 6 Tropfen täglich reduziert, 2024 wird es die nächsten Werte geben.
Oktober ’24 HAMMER-NEWS! Schilddrüsenunterfunktion ohne Medikamente oder NDT?
Ich bin selber noch völlig sprachlos und kann es nicht glauben! Ich habe meine Schilddrüse ohne Medikamente oder NDT wieder in die Aktivität gebracht und könnte jederzeit an den Werten „schrauben“.
Du möchtest wissen was mein er „Puzzleteil“ war und ist?
Hier geht es zu meinem Angebot, meiner Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie ich meine Schilddrüse aus der Unterfunktion holte:
Für einen 1:1-Beratungstermin wähle eines dieser Beratungsangebote:
5 Jahre später (2025)
Ultraschall zeigte bisher keine Auffälligkeiten. Nach wie vor keine Knoten oder Zysten. Die Größe der Schilddrüse ist unverändert 10ml.
Der „Hirnnebel“ blieb weg und meine Konzentration ist hervorragend.
Meine Blutwerte sind inzwischen so wie ich sie persönlich sehen möchte: FT3 sieht wieder so aus wie ich es mir gewünscht habe.💃🏼
Bitte beachte:
Meine Tätigkeit gehört zu den freien Gesundheitsberufen. Sie dient der Gesundheitsvorsorge und dem Wohlbefinden. Meine Website umfasst mein Wissen zur Rimkus-Methode, das ich in Rimkus-Intensivseminaren erlernt habe, die von Dr. Volker Rimkus, Dr. Dr. Thomas Beck und Dr. Eduard Rosler durchgeführt wurden. Ergänzt durch persönliche Informationen der vorgenannten Personen, den führenden Ärzten im Zusammenhang mit der Rimkus-Methode. Zusätzlich meinen umfangreichen Erfahrungsschatz, den ich mir über die Jahre in Bezug auf die Rimkus-Methode angeeignet habe.
Des Weiteren enthält meine Website weitere Inhalte zu verschiedenen Themen auf Gesundheitsvorsorge bezogen.
Tipps betreffen gesunde Lebensführung, Gesundheitsprävention und Resilienz im Alltag. Sie ersetzen keine ärztliche Abklärung oder Behandlung.
Dieser Blog-Beitrag ist keine Empfehlung, keine Therapie und kein Wirkversprechen. Es ist meine persönliche Erfahrung, Beobachtung und Meinung.