Wechseljahresbeschwerden nach Hysterektomie?
Es war ein Beitrag in meiner Facebook-Gruppe, der mir wieder einmal gezeigt hat, wie komplex das Thema Frauengesundheit eigentlich ist.
Die Frage lautete: Hat man Wechseljahresbeschwerden nach einer Hysterektomie (Gebärmutterentfernung), wenn die Eierstöcke noch vorhanden sind?
Meine erste Erinnerung dazu war:
Bleiben die Eierstöcke bestehen, wird die Hormonproduktion weiterhin bestehen bleiben. Genau deshalb wird heute, wenn möglich, versucht, nicht mehr automatisch eine sogenannte „Total-Operation“ durchzuführen, wie es früher häufiger üblich war.
So weit die Betrachtung, wie sie vielfach über Suchmaschinen im Internet zu finden ist und in unseren Köpfen verankert.
Nur Östrogen-Gabe?
Im Buch von Dr. Rimkus „… für die Frau“ wird ein Gedanke aufgegriffen, der sich hartnäckig hält:
Nach einer Gebärmutterentfernung brauche eine Frau angeblich kein Progesteron mehr – Östrogen allein genüge.
Genau hier lohnt sich ein genauerer Blick.
Progesteron ist kein „Gebärmutter-Hormon“. Es wirkt im gesamten Organismus.
„Alleinige Östrogengabe reicht ohne Gebärmutter aus“ greift deshalb für Dr. Rimkus viel zu kurz.
Er beschreibt es so:
Wird einer Frau ausschließlich Östrogen gegeben und Progesteron bleibt außen vor, entsteht nach seiner Auffassung genau dadurch erst eine Situation, die als „Östrogendominanz“ bezeichnet wird.
Ein echtes „Zuviel“ an Östrogen entstehe nicht einfach von selbst. Entscheidend sei vielmehr, dass der ausgleichende Gegenpol – das Progesteron – fehlt.
Einen genaueren Überblick dazu findest du hierzu in meinem Blog-Beitrag:
Östrogendominanz oder Progesteronmangel?
Ein ähnliches Muster begegnet uns übrigens auch bei Männern:
Dort wird häufig so gesprochen, als sei Testosteron das einzige relevante Hormon. Dr. Rimkus war weltweit der Erste, der 1993 auch Männer mit Östrogenen behandelte. Später folgte auch Progesteron in seinen Behandlungen.
📌Dr. Rimkus gilt mit seiner Methode als Pionier in der Erforschung und Behandlung des Hormondefizits beim Mann.
Was ist mit der WHI-Studie?
Sobald es um Hormonersatztherapie (HET) geht, fällt früher oder später der Name Women’s Health Initiative (WHI-Studie).
Diese große amerikanische Untersuchung hat Anfang der 2000er Jahre für erhebliche Verunsicherung gesorgt. Plötzlich standen Begriffe wie Brustkrebsrisiko, Thrombose oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen sehr präsent im Raum.
Was dabei häufig untergeht:
In der WHI-Studie wurden synthetische Hormonpräparate eingesetzt, darunter bestimmte Gestagene, die nicht identisch mit körpereigenem Progesteron sind.
„Hormone“ ist kein Sammelbegriff für ein und dasselbe. Ein genauer Blick auf diese Unterschiede kann dir helfen, mehr Klarheit für deinen eigenen Weg zu gewinnen.
Ich habe dazu viel Wissen auf den Rimkus-Seminaren, die Dr. Rimkus und Dr. Dr. Beck selbst abhalten, erlernt. Diese Informationen teile ich gerne mit dir!
Was läuft nun tatsächlich hormonell nach einer Hysterektomie ab?
Wissbegierig wie ich bin, wenn es um Rimkus & Co. geht, habe ich Dr. Dr. Beck kontaktiert. Hier seine Antwort:
‚Die weiblichen Organe in ihrer Gesamtheit sind als Dreigliederung im Sinne einer Achterschlinge zu erkennen. Im oberen Pol befinden sich die Eierstöcke, die den internen monatlichen Takt, den Zyklus, vorgeben – körperlich und seelisch. Im unteren Pol nach unten-außen liegen Scheide und Genitale: Die „Verbindung zur Außenwelt“ (Geburt, Sex). Die Kreuzung zwischen den beiden Polen ist die Gebärmutter. Sie dient der „Vermittlung“ und ist eine Art Schutzraum für den Embryo bis zur Geburt.
Im Rahmen einer Hysterektomie geht die Vermittlung beider Pole verloren. Zunächst ist es nach der OP nur an der fehlenden Blutung zu erkennen. Vorübergehend läuft diese interne Rhythmik und Steuerung der Eierstöcke über die Hypophyse noch weiter. Allerdings ist dieser ‚Restzyklus‘ nach ca. einem halben Jahr spätestens vorbei und die Werte sind sehr niedrig.‘
Gebärmutter entfernt, Eierstock noch vorhanden
Fazit: Somit ändert auch dieser Umstand aufgrund der „Kappung“ der Verbindungen nichts und die Werte sind spätestens nach einem halben Jahr postmenopausal.
Was hilft Frauen ohne Gebärmutter?
Aufgrund der niedrigen Hormonspiegel setzen bei Frauen unabhängig vom Alter nach einer Hysterektomie (Gebärmutterentfernung) die typischen gesundheitlichen Probleme der Wechseljahre ein, wie es Dr. Rimkus aus seiner früheren Praxis berichtete. Die ganze Beschwerdepalette kann sie mit voller Wucht treffen, wie er es beschrieb.

📌 Die alleinige Gabe von bioidentischem Östrogen, wie es auch heute noch oft gemacht wird, wäre fatal, wie es der Gynäkologe Dr. Volker Rimkus ausdrückt.
Der Gegenspieler Progesteron fehlt und so sehe er ein Gesundheitsrisiko. Für eine Frau ohne Gebärmutter ist Progesteron ebenso das wichtigste Hormon überhaupt!
Auch hier sei seine Hormon-Methode ein Segen und sogar sehr einfach aufzudosieren, da auf kein Blutungsgeschehen mehr geachtet werden muss.
Nachzulesen im Buch „Die Rimkus-Methode für die Frau“
Du suchst noch Informationen? Dann buche gerne mein Angebot!
Bitte beachte:
Meine Tätigkeit gehört zu den freien Gesundheitsberufen. Sie dient der Gesundheitsvorsorge und dem Wohlbefinden. Meine Website umfasst mein Wissen zur Rimkus-Methode, das ich in Rimkus-Intensivseminaren erlernt habe, die von Dr. Volker Rimkus, Dr. Dr. Thomas Beck und Dr. Eduard Rosler durchgeführt wurden. Ergänzt durch persönliche Informationen der vorgenannten Personen, den führenden Ärzten im Zusammenhang mit der Rimkus-Methode. Zusätzlich meinen umfangreichen Erfahrungsschatz, den ich mir über die Jahre in Bezug auf die Rimkus-Methode angeeignet habe.
Des Weiteren enthält meine Website weitere Inhalte zu verschiedenen Themen auf Gesundheitsvorsorge bezogen.
Tipps betreffen gesunde Lebensführung, Gesundheitsprävention und Resilienz im Alltag. Sie ersetzen keine ärztliche Abklärung oder Behandlung.
Dieser Blog-Beitrag ist keine Empfehlung, keine Therapie und kein Wirkversprechen. Es ist meine persönliche Erfahrung, Beobachtung und Meinung.