Östrogen und Blutgefäße: Was passiert in den Wechseljahren?

Östrogen gute Blutgefäße

Über Hormone wird selten offen gesprochen. Sobald Worte wie „Östrogen“ oder „Hormontherapie“ fallen, wechselt das Gespräch das Thema, oder man redet lieber übers Wetter. Viele Frauen erzählen mir Ähnliches. Lass dich davon nicht entmutigen: Was heute auf taube Ohren stößt, kann morgen genau die Information sein, nach der jemand sucht!

Wissen schenkt Vertrauen. Je besser du verstehst, was in deinem Körper passiert, desto weniger bedrohlich wirkt das, was dich bisher verunsichert hat. Schauen wir uns Östrogen deshalb von seiner schönsten Seite an: Als Gefäßschmeichler, also als Hormon, das deinen Gefäßen guttut.

Warum wird Östrogen oft als Risiko gesehen?

Östrogen begegnet uns in den Medien häufig als „Risikofaktor“. In meiner Beratung erlebe ich, dass genau dieses Bild viele Frauen verunsichert. Dr. Volker Rimkus beschreibt Östrogen dagegen als wichtigen Begleiter des Herz-Kreislauf-Systems. Es hilft Tag für Tag mit, dass deine Blutgefäße locker und beweglich bleiben. Lässt der Östrogenspiegel nach, etwa in den Wechseljahren, nimmt dieser Einfluss nach und nach ab.

Auf welchen Ebenen kann Östrogen die Blutgefäße unterstützen?

Dr. Rimkus beschreibt fünf Ebenen:

  1. Elastizität: Östrogen trägt dazu bei, dass die Gefäßwände weich und flexibel bleiben. Das Blut kann dann mit weniger Widerstand durch den Körper fließen.

  2. Der „Gefäßverenger“ Endothelin: Der Körper bildet den Botenstoff Endothelin, der Gefäße eng und fest machen kann. Östrogen wirkt hier wie ein sanfter Puffer. Es bremst die Überproduktion von Endothelin, sodass sich die Gefäße nicht dauerhaft verkrampfen.

  3. Der „Gefäßentspanner“ Stickstoffmonoxid: Östrogen regt die Bildung von Stickstoffmonoxid (NO, auch Stickoxid genannt) an. Dieser Signalstoff ist pure Entspannung für die Gefäßmuskeln. Die Botschaft lautet sinngemäß: „Ihr dürft locker lassen!“

  4. Blutfluss: Über den Botenstoff Prostacyclin trägt Östrogen dazu bei, dass das Blut geschmeidig fließt und Blutplättchen weniger an den Gefäßwänden haften bleiben.

  5. Blutfette: Östrogen wirkt unter anderem auf das Verhältnis von HDL- und LDL-Cholesterin.

Mein Fazit

Östrogen stärkt die Entspannung (Stickstoffmonoxid) und bremst die Anspannung (Endothelin) des Gefäßsystems. Wer versteht, was ein sinkender Östrogenspiegel im Körper verändern kann, sucht eher nach weiteren Informationen, zum Beispiel danach, welche Möglichkeiten es gibt, den Körper auch in dieser Phase gut zu begleiten. Östrogen erscheint dann in einem differenzierteren Licht, nicht mehr als „böse“, wie es uns heute noch oft begegnet.

Häufige Fragen:

Welche Rolle spielt Östrogen für die Blutgefäße?

Nach Dr. Rimkus ist Östrogen an fünf Ebenen beteiligt: Gefäßelastizität, Endothelin, Stickstoffmonoxid, Blutfluss und Blutfette.

Was verändert sich in den Wechseljahren?

Sinkt der Östrogenspiegel, nimmt auch sein Einfluss auf diese Ebenen nach und nach ab.

Was ist Endothelin?

Ein körpereigener Botenstoff, der Gefäße verengen kann. Östrogen bremst seine Überproduktion.

Was ist Stickstoffmonoxid (Stickoxid)?

Ein Signalstoff, der die Gefäßmuskulatur entspannt. Östrogen regt seine Bildung an.

Warum wird Östrogen in den Medien oft negativ dargestellt?

Aus meiner Sicht stützt sich die öffentliche Diskussion bis heute stark auf Studien mit synthetischen Hormonen und setzt Ergebnisse mit bioidentischen Hormonen auf eine Stufe.

Bitte beachte:
Meine Tätigkeit gehört zu den freien Gesundheitsberufen. Sie dient der Gesundheitsvorsorge und dem Wohlbefinden. Meine Webiste umfasst mein Wissen zur Rimkus-Methode, das ich in Rimkus-Intensivseminaren erlernt habe, die von Dr. Volker Rimkus, Dr. Dr. Thomas Beck und Dr. Eduard Rosler durchgeführt wurden. Ergänzt durch persönliche Informationen der vorgenannten Personen, den führenden Ärzten im Zusammenhang mit der Rimkus-Methode. Zusätzlich meinen umfangreichen Erfahrungsschatz, den ich mir über die Jahre in Bezug auf die Rimkus-Methode angeeignet habe.
Des Weiteren enthält meine Website weitere Inhalte zu verschiedenen Themen auf Gesundheitsvorsorge bezogen.
Tipps betreffen gesunde Lebensführung, Gesundheitsprävention und Resilienz im Alltag. Sie ersetzen keine ärztliche Abklärung oder Behandlung.
Dieser Blog-Beitrag ist keine Empfehlung, keine Therapie und kein Wirkversprechen. Es ist meine persönliche Erfahrung, Beobachtung und Meinung.